Willkommen auf der Internetseite der „Liberalen Jüdischen Gemeinde Giesen e.V.“.

Es gibt wieder Liberales Judentum im Raum Hildesheim.

Die Liberale Jüdische Gemeinde Giesen e.V. setzt die Tradition der Haskala fort, der Jüdischen Reformation, die von Israel Jacobson in Seesen begonnen und von Abraham Geiger und anderen bis hin zu Leo Baeck fortgeführt wurden.

Heute ist die World Union for Progressive Judaism (WUPJ) die größte Jüdische Religionsgemeinschaft der Welt. Unter Links erfahren finden Sie mehr Informationen über das reformierte Judentum und die Internetseiten der „European Region of the World Union for Progressive Judaism“ sowie die „Union Progressiver Juden in Deutschland“.

Die Liberalen Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen sind zusammengefasst im „Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R“. Zunächst wurde eine Jüdische Gemeinde in Hildesheim gegründet, die dem Liberalen Landesverband angehörte. Danach gründete der „Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R“ eine Konkurrenzgemeinde, die bis heute in Hildesheim nicht öffentlich in Erscheinung getreten ist.

Nachdem der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Hildesheim, Peter Hirschfeld, nach Israel emigrierte, war eine Neukonstituierung mit Vivienne Anne Bruns als Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende erforderlich, um das Weiterbestehen der Gemeinde zu sichern.

Als der Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen in andere Hände übergegangen war, wechselte der neue Vorsitzende den Landesverband, offenbar aus rein finanziellen Überlegungen, ohne vorher den größten Teil des Vorstandes und die Gemeindemitglieder zu informieren und bewog die Gemeinde durch Desinformation über den Unionsverband diesem Wechsel nachträglich zuzustimmen.

Insbesondere ist die Behauptung unwahr, die Union sei gegen die Zuwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion. Genau das Gegenteil ist richtig. Es war der Unionsverband, der sich gegen die ursprüngliche Absicht des Zentralrates der Juden, nur noch matrilineare Juden einwandern zu lassen, politisch durchsetzte.

Der Unionsverband erklärte sich bereit, den patrilinearen Juden in seinen Gemeinden Hospitationsrecht und Unterweisung zu erteilen, falls sie sich auf den religionsgesetzlich erforderlichen förmlichen Übertritt womöglich mit dem nichtjüdischen Ehepartner gemeinsam vorzubereiten gedächten.

Wegen dieser und anderer Fakten beschloss ein Teil des Vorstandes gemeinsam mit zwölf weiteren Gemeindemitgliedern, darunter die Ehrenvorsitzende und ihr Ehegatte, die Jüdische Gemeinde Hildesheim zu verlassen, um zum Liberalen Judentum zu stehen. Sobald das Quorum eines Minjans d.h. der zu einem vollgültigen Jüdischen Gottesdienst erforderlichen Mindestzahl von Juden, erreicht worden war, wurde die Liberale Jüdische Gemeinde Giesen e.V. gegründet, der sich sicherlich nach Beendigung des formalen Gründungsprozederes weiter Mitglieder anschließen werden.


Landesrabbiner Dr. Walter Homolka, Direktor des Abraham Geiger Kollegs Universität Potsdam, und Vivienne Anne Bruns beim traditionellen Entzünden der Kerzen zum jüdischen Lichterfest (Chanukka) in Giesen-Emmerke.
Der Sitz in Giesen, Ortsteil Emmerke, wurde gewählt, weil die ursprünglich Liberale Gemeinde dort die räumliche Möglichkeit hat, wie bisher schon Jüdische Feste wie Sukkot und Chanukka, sowie Sommerfeste und kulturelle Veranstaltungen in größerem Personenkreis und mit Gästen unter Beteiligung der Rabbiner Dr. Walter Homolka und Dr. Robert Ash im Liberalen Geist durchzuführen.

Schon jetzt, vor der geplanten Konstitutionsfeier mit Einbringung einer eigenen Thorarolle und einem Liberalen Rabbiner und vor der Aufnahme in den Liberalen Landesverband und die Weltunion können wir sagen: Das Liberale Judentum im Sinne und der Tradition der überwältigen Mehrheit ehemaliger Deutscher Juden seligen Angedenkens lebt in Raum Hildesheim weiter.

Wir sind offen für die interreligiöse Zusammenarbeit. Für unsere Veranstaltungen gilt der Wahlspruch: "Ob Wir sind Wir sind offen für die interreligiöse Zusammenarbeit. Für unsere Veranstaltungen gilt der Wahlspruch: "Ob Moslem, Jude oder Christ, ein jeder hier willkommen ist." Darüber hinaus fühlen wir uns den Grundsätzen der Stiftung Welt-Ethos (www.weltethos.org) verbunden.

Der Vorstand und die Mitglieder der Liberalen Jüdischen Gemeinde Giesen e.V.